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22.09.2015 09:10

Ich möchte mir all meinen Kummer von der Seele schreiben. Ich würde gerne schreien. Möchte weinen. Aber all das möchte ich auch nicht. Es ist, als ginge ich durch einen endlosen Tunnel. Ein Tunnel dessen Ende ich nicht sehen kann. Ich ermutige mich selbst weiterzugehen, nicht stehen zu bleiben. Aber genau das tue ich manchmal, weil mir dieser Tunnel auf eine eigenartige Weise Geborgenheit gibt. Er schützt mich. Von Zeit zu Zeit dringen Menschen in diesen Tunnel vor, sie reden mit mir. Erzählen mir von den schönen Seiten des Lebens. Und dann will ich diese schönen Seiten auch kennenlernen. Ich gehe den Tunnel weiter entlang. Ich sehe Licht, aber niemand wartet auf mich draußen. Und so trete ich wieder den Rückweg an...

16.09.2015 12:55

Gefühle die wehtun kann ich nicht leiden. Ich habe zu meinem Vater keine Beziehung, aber es schmerzt mich trotzdem an ihn zu denken. Ich hass die Gleichgültige Art wie er mich behandelt hat. Als wäre ich ein Gegenstand, den man irgendwann mal gekauft und der der Ecke liegen hat lassen. Eine Zeit lang konnte ich diese Enttäuschung in Wut umwandeln, aber das ist jetzt nicht mehr möglich, weil ich erfahren habe warum es so ist, wie es ist. Deshalb habe ich in meinem Herzen eine Box aufgestellt. In dieser Box packe ich alle Gefühle mit ihm in Verbindung stehen. Dort bleiben sie auch, solange ich ihm nicht begegne. Steht er mir gegenüber, öffnet sich die Box automatisch. Obwohl das nicht angenehm ist, muss ich es hinnehmen. Denn den Deckel mit Gewalt auf die Box zu pressen ist sinnlos, ich würde mir nur selbst weh tun. Und nach einiger Zeit verschließt sie sich von selbst wieder, warum also Gewalt anwenden? 

16.09.2015 12:33

Dem Tag mehr Leben geben. Hört sich leichter an als es ist. Vor allem wenn sie eine Phase durchlebt in der sie sich starr fühlt. Sie möchte sich nach vorne bewegen, kommt aber nicht vom Fleck. Und wenn sie mit Menschen redet ist ihr nicht bewusst, dass die Worte von ihr kommen. Sie empfindet jedes Gespräch als wäre es einstudiert, auswendig gelernt. Sie fühlt es nicht. Wenn sie so viele Gefühle in sich trägt dass sie nichts damit anfangen kann, blendet sie sie aus. Sie sperrt die Gefühle in einen Schrank ein, weil sie dort nicht stören. Allerdings ist der Schrank nicht sehr stabil, hin und wieder öffnen sich die Türen und der Inhalt fällt ihr entgegen. Dann sammelt sie alles wieder auf und verstaut es. Mit dem Wissen dass die Gefühle sie früher oder später wieder einholen. Warum macht sie es dann? Sie ist froh so viele Gefühle zu besitzen und hofft dass sie ihr eines Tages nützlich sein werden.

07.09.2015 09:59

Schmerz und Ehrgeiz

Was mich am Leben hält sind viele kleine Dinge. Jeder Schritt den ich nach vorne gehe, lässt mich wachsen. Jedes Loch in das ich falle, bricht mir meine Knochen und es schmerzt, es schmerzt grausam. Aber die Schmerzen erwecken meinen Ehrgeiz, der mein Herz zum rasen bringt, mein Blut mit High-Speed durch meine Adern pumpt und mich Stück für Stück aus dem Loch zieht. Kein Loch der Welt kann so tief sein, als dass ich darin zu Grunde gehe.

07.09.2015 09:50

Ich bin kreativ und trotzdem manchmal ohne Ideen.

Ich bin intelligent und weiß trotzdem vieles nicht.

Ich bin eine kleine Frau und besitze Größe.

Ich fürchte mich vor so vielem und stelle mich dem trotzdem.

Ich hübsch, aber nicht immer schön angezogen.

Habe viele Probleme und bin trotzdem zufrieden.

Viel Geld habe ich nicht, leiste mir aber trotzdem etwas.

Ich habe viele Facetten, das alles bin ich.

 

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